Erfolg für den PhV bei den Personalratswahlen
Der Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) stärkster Interessenverband der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien - ging als Gewinner aus den diesjährigen Personalratswahlen (4. bis 6. Mai 2010) hervor. Mit insgesamt 70.713 (55,85 %) für den PhV abgegebenen Stimmen bei den Beamten (GEW: 55.906 / 44,15 %) hat der Philologenverband bei der Wahl des Hauptpersonalrats Gymnasien beim baden-württembergischen Kultusministerium fünf Beamtensitze erreicht, sodass aufgrund des mit einem Stimmenverhältnis von PhV (1.113) zu GEW (1.631) ebenfalls erreichten Arbeitnehmersitzes der PhV erneut den Vorsitz in diesem Gremium hat. Sehen lassen können sich auch die Wahlergebnisse der gymnasialen Personalräte bei den vier Regierungspräsidien Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen. Auch hier wurden die meisten Stimmen der über 20.000 an Baden-Württembergs Gymnasien beschäftigten wahlberechtigten Lehrerinnen und Lehrer für den Philologenverband abgegeben. So hat der PhV auch in allen vier Bezirken den Vorsitz.
Bernd Saur, der den Wählerinnen und Wählern für den abgegebenen Vertrauensbeweis dankt, sieht in dem Wahlergebnis eine Bestätigung für die berufs- und bildungspolitische Ausrichtung des Verbandes. Der Philologenverband hat sich im Vorfeld der Wahlen in seinen Stellungnahmen eindeutig für die Beibehaltung des mehrgliedrigen Schulwesens und damit für die Stärkung und den Erhalt eines qualitätsorientierten grundständigen Gymnasiums ab Klasse 5 positioniert. Der ideologisch geführten Schulstrukturdebatte mit Forderungen nach einer Einheitsschule hat er eine klare Absage erteilt, da aus der Sicht des Philologenverbandes ein Einheitsschulsystem zu einer Qualitätsabsenkung gymnasialer Bildung führt. Verbandschef Saur: "Das Ergebnis zeigt, dass auch die PhV-Personalräte in den Stufenvertretungen in den letzten fünf Jahren eine überzeugende und auf Vertrauen basierende gute Arbeit geleistet haben, denn eine deutliche Mehrheit der Lehrkräfte an den Gymnasien des Landes hat mit ihrer Stimme für den PhV zum Ausdruck gebracht, dass sie hinter dem Philologenverband und seinen Positionen zur gymnasialen Berufs- und Bildungspolitik steht, viel Vertrauen in die PhV-Personalratsarbeit setzt und davon überzeugt ist, dass die gymnasialen Interessen gegenüber dem Kultusministerium und gegenüber den Regierungspräsidien auch künftig gut vom PhV vertreten werden.
Der PhV-Landesvorsitzende Bernd Saur stellte heraus: "Wir werden uns neben der täglichen Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort weiterhin mit ganzer Kraft für den Erhalt der Schulart Gymnasium einsetzen und im Rahmen unserer Möglichkeiten alles tun, um die Qualität im Sinne der dort arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer zu stärken und weiterzuentwickeln. Bernd Saur wies darauf hin, dass der Philologenverband auch künftig solide schulische Rahmenbedingungen, die ohne Investitionen in Personal und Ausstattung nicht machbar seien, von den politisch Verantwortlichen einfordern werde. "Der Bildungsbereich muss auch für den Finanzminister an erster Stelle stehen. Das gilt sowohl für das Land als auch für den Bund."
Folgende Mitglieder des Philologenverbandes wurden in den Hauptpersonalrat Gymnasien beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gewählt und stellen dort für die nächsten vier Jahre mit 6:5 Sitzen (PhV:GEW) den Vorsitz in diesem Gremium (vorl. Stand vom 18.05.2010):
Hauptpersonalrat Gymnasien beim Kulturministerium
Beamte (55,85 % der Stimmen): Annette Laur (Mannheim, 6805), Bernd Saur (Ulm, 6037), Claudia Hildenbrand (Konstanz, 4745), Cord Santelmann (Nehren, 2584), Ralf Scholl (Stuttgart, 2401); Arbeitnehmer: Ursula Kampf (Öhringen).
Folgende Mitglieder des Philologenverbandes wurden in den Bezirkspersonalrat (BPR) beim jeweiligen Regierungspräsidium gewählt (vorl. Stand: 18.05.2010; in Klammern die Sitzverteilung PhV:GEW):
BPR Freiburg (6:5 Sitze)
Beamte (56,4 % der Stimmen): Claudia Hildenbrand (1794), Joachim Schröder (1704), Roswitha Raffelt (827), Barbara Dupuis (532), Ruth Schmidt (455); Arbeitnehmer: Konrad Oberdörfer
BPR Karlsruhe (6:5 Sitze)
Beamte (56,1 % der Stimmen): Annette Laur (1856), Winfried Bös (1690), Tomas Schwan (913), Eva-Maria Hebgen (762), Gabriela Kneiding (575), Arbeitnehmer: Barbara Jooss
BPR Tübingen (7:4 Sitze)
Beamte (60,4 % der Stimmen): Cord Santelmann (1259), Bernd Saur (1000), Karin Kriesell (555), Jörg Sobora (363), Claudia Schnitzer (344), Brigitte Röder (299); Arbeitnehmer: Sieglinde Selinka
BPR Stuttgart (6:5 Sitze)
Beamte (54,3 % der Stimmen): Gerhard Isringhausen (3896), Ralf Scholl (2242), Andrea Wessel (1796), Werner Baier(1357), Liane Voß (993); Arbeitnehmer: Bernd Gehrig
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