Zur G8/G9-Diskussion

Am 2. August 2011 fand im Kultusministerium eine zweite und abschließende Beratung möglicher Varianten eines G9-Zuges statt. Annähernd zehn Dehnungsmodelle wurden vorgestellt und intensiv beraten. Im Kern geht es um die Frage, welche Klassen der Dehnungszeitraum umfassen soll.

Staatssekretär Dr. Mentrup wiederholte die Position des Kultusministeriums, wonach sich der Dehnungszeitraum auf die Unterstufe erstrecken sollte. Die Vertreter des Philologenverbands, der Vorsitzende Bernd Saur und der Stv. Vorsitzende Klaus Nowotzin, reklamierten als Dehnungszeitraum die gesamte Unter- und Mittelstufe und widersprachen der KM-Position, wonach die Überlastung der Schülerinnen und Schüler vor allem die Unterstufe betreffe. Die Einhaltung gymnasialer Standards bezeichneten die PhV-Vertreter als unverzichtbar.

Die Variante des Auguste-Pattberg-Gymnasiums in Mosbach (PDF-Dokument) und der Entwurf für einen möglichen G9-Zug an einem allgemein bildenden Gymnasium ausgehend von der Kontingentstundentafel des ASG Leonberg (Klaus Nowotzin) sind in Heft Nr. 7-8/2011 von GBW abgedruckt.

Herr Schüly, der Büroleiter von Ministerialdirektorin Dr. Ruep, erklärte am Ende der über vierstündigen Sitzung, die Politik werde nunmehr auf der Grundlage der vorliegenden Varianten eine Entscheidung treffen.