Der Philologenverband Baden-Württemberg
begrüßt die Einführung des islamischen
Religionsunterrichts an mehreren Modellschulen

Der Philologenverband Baden-Württemberg setzt sich für die Einführung des islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach an allen staatlichen Schulen ein. Ein wertevermittelnder Unterricht wird befürwortet, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Staat die Bildungspläne mitgestaltet und deren Einhaltung überwacht. Der Religionsunterricht gleich welcher Religion muss mit den zentralen Grundrechten unserer Verfassung konform gehen und darf ihnen nicht diametral entgegenstehen. Die Religionslehrer müssen sich eindeutig und verbindlich zum Grundrechtekatalog des Grundgesetzes bekennen.

Der Philologenverband Baden-Württemberg fordert nachdrücklich, dass der islamische Religionsunterricht in deutscher Sprache erfolgen soll, damit die Integration der Schülerinnen und Schüler in die deutsche Sprachgemeinschaft gefördert wird und fächerverbindendes Arbeiten und Lernen in der Schule möglich ist.

Die Ausbildung der islamischen Religionslehrer fällt nicht nur in die Zuständigkeit der Religionsgemeinschaft, sondern auch in den Verantwortungsbereich der staatlichen Schulaufsicht.

Der Philologenverband Baden-Württemberg betont die Notwendigkeit eines islamischen Religionsunterrichts für die vielen Schülerinnen und Schüler islamischen Glaubens.