Der Philologenverband Baden-Württemberg kritisiert die zu frühe Einführung der zweiten Fremdsprache

Der Philologenverband Baden-Württemberg kritisiert die an vielen Schulen bereits erfolgte Einführung der zweiten Fremdsprache schon ab der Klasse 5.
Da die Kenntnisse der Schüler in der ersten Fremdsprache nach dem Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium erst einmal auf denselben Stand gebracht und vom Niveau her angeglichen werden müssen, bleibt in der 5. Klasse keine Zeit für eine zusätzliche Fremdsprache. Vielmehr sollte die Konzentration in der ersten Gymnasialklasse auf dem sicheren Erlernen der ersten Fremdsprache liegen.

Der Philologenverband Baden-Württemberg weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass ein Mehr an Deutsch-Unterricht eine sinnvolle Alternative zur 2. Fremdsprache bereits in Klasse 5 wäre. Nur wer die eigene Sprache sehr gut beherrscht, kann die neuen Strukturen in einer Fremdsprache verstehen und umsetzen.
Das an vielen Schulen praktizierte Prinzip der Vergabe nicht versetzungsrelevanter Noten in der 2. Fremdsprache wird vom Philologenverband abgelehnt. „Probe“-Noten sollte es nicht geben und die Bedeutung und der „Wert“ einer Note sollte in jedem Fach gleich und damit vergleichbar sein.

Der Philologenverband Baden-Württemberg fordert eine deutliche Verringerung des Klassenteilers vor allem in den Fremdsprachen, da sonst der Sprechanteil des einzelnen Schülers durch finanzielle Sachzwänge unnötig und ohne erkennbaren Sinn gegen Null tendiert.