Positionen des Philologenverbandes
Baden-Württemberg zum Erhalt der Hauptschule
in einem gegliederten Schulsystem

Der Philologenverband  plädiert für den Erhalt der Hauptschule in einem gegliederten Schulwesen, für ihren Ausbau zu einer echten „Berufsförderschule“ und für den Erhalt des mittleren Bildungsabschlusses in seinem Profil. Der Philologenverband schlägt einen Umbau der Hauptschule zu einer ‚Berufsförderschule’ mit echtem Ganztagskonzept in enger Kooperation mit Handwerk und Industrie vor, in der Jugendliche frühzeitig in Kontakt zur Berufswelt gebracht werden und die Eingliederung der Heranwachsenden in das Berufsleben kontinuierlich vorbereitet wird. Hier teilt der Philologenverband Baden-Württemberg die Auffassung des BWHT (Baden-Württembergischer Handwerkstag): „Ganztagesschulangebote sind ein wichtiger Schritt hin zu dem gemeinsamen Ziel, die Quote der nur bedingt oder gar nicht ausbildungsreifen Jugendlichen an der Schwelle vom Schul- zum Ausbildungssystem nachhaltig zu reduzieren.“ Eine „integrierte Haupt- und Realschule“ wird vom Philologenverband kategorisch abgelehnt, da sich eine solche Schulvariante negativ auf die Leistungsanforderungen der Realschulen auswirken würde, den Schülerstrom auf die Gymnasien verstärken und schließlich dadurch den Bildungsauftrag des Gymnasiums nachhaltig gefährden würde.

Grundsätzliche Voraussetzungen für den Erhalt der Hauptschulen

Gründe für den Erhalt der Hauptschulen

Der Philologenverband Baden-Württemberg schlägt Maßnahmen zum Erhalt der Hauptschulen vor

(Hinweis: Voraussetzung ist zunächst, dass die in bildungspolitischer Verantwortung stehenden Experten guten Willens sind, am Erhalt der Hauptschule mitzuwirken und durch Information und Aufklärung die Bedeutung und den Wert der Hauptschule im gegliederten Schulsystem einer an Bildung interessierten Öffentlichkeit zu vermitteln, um das Image dieser Schulart zu verbessern. Ziel muss es sein, vom „Ruf der Restschule“ wegzukommen.)

Hans-Eckhard Giebel
20. Januar 2007