Reaktion auf Veröffentlichungen zur Lehrerarbeitszeit: |
PhV fordert schulartspezifische Arbeitszeitregelung |
Der PhV-Landesvorsitzende Karl-Heinz Wurster unterstrich nach einem aus den Medien veröffentlichten Abstimmungsergebnis der Arbeitsgruppe "Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer" beim Kultusministerium noch einmal die Forderung des Philologenverbands: "Das Gymnasium braucht eine schulartspezifische Arbeitszeitregelung!" Aus der Sicht Wursters habe es sich hierbei im Übrigen lediglich um ein Meinungsbild, nicht aber um ein Ergebnis der Arbeitsgruppe gehandelt.
Die Konzentration auf den anspruchsvollen und aufwändigen Unterricht an der Schulart Gymnasium gebiete es, die Unterrichtsverpflichtung auf maximal 25 Wochenstunden zu begrenzen. "Unterhalb dieser Grenze", so Wurster, "sind wir bereit zu einer ‚Flexibilisierung' der Lehrerdeputate in einer Größenordnung von zwei Unterrichtsstunden; diese Flexibilisierung hängt ab von nachprüfbaren objektiven Kriterien - zum Beispiel von der Zahl der zu unterrichtenden Klassen und Schüler, vom Einsatz als Klassenlehrer bzw. Klassenlehrerin, Oberstufenunterricht und von besonderen Aufgaben in der Schulentwicklung." Eine Differenzierung nach Fächern lehnt der Philologenverband nach wie vor ab.
Grundsätzlich befürwortet der Philologenverband den Vorschlag der Arbeitsgruppe "Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer" beim Kultusministerium, im kommenden Schuljahr den Schularten Schulversuche anzubieten. Grundlage dieser Versuche könnte nach Auffassung des PhV-Vorsitzenden ein schulartspezifisches Deputat oder auch eine an der Jahresarbeitszeit orientierte offene Arbeitszeitregelung sein.