Direktorenvereinigung Südwürttemberg:
"Das Gymnasium braucht Klasse 5 und 6"
Auch die Direktorenvereinigung Südwürttemberg trat mit einer Presseerklärung zur Schulstrukturdebatte an die Öffentlichkeit. Hier die von ihrem Vorsitzenden Johannes Baumann (Gymnasium Wilhelmsdorf) herausgegebene Erklärung im Wortlaut:
"Allen Überlegungen, die Grundschule auf 6 Jahre auszudehnen, erteilen die südwürttembergischen Leiterinnen und Leiter von Gymnasien eine klare Absage. Bei ihrer Tagung in Ehingen wiesen sie darauf hin, dass der achtjährige Bildungsgang des Gymnasiums Grundlage für eine qualifizierte Hinführung zum Abitur bedeutet, die nicht verwässert werden darf. Die Weichenstellung am Ende von Klasse 4 bezüglich der weiterführenden Schularten werde von den Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen mit hoher Sorgfalt vorgenommen und sei in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle zutreffend. Allerdings müsste auch für Spätentwickler der Übergang von der Realschule auf das Gymnasium bis zum Ende der Klasse 6 möglich sein. Hier besteht aus Sicht der Gymnasialdirektoren Verbesserungsbedarf. Die früher vorhandene Durchlässigkeit ist durch die Einführung der zweiten Fremdsprache am Gymnasium in Klasse 5 oder 6 nur mit Hilfe zusätzlicher Fördermaßnahmen gewährleistet.
Die vielzitierte individuelle Förderung gelingt nach Meinung der Gymnasialdirektoren am besten im gegliederten Schulsystem, das auf die jeweilige Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten ist.