Arbeitsgruppe zur Lehrergesundheit und Arbeitsschutz startet mit Expertenanhörung
Ergebnisse sollen im Februar 2008 präsentiert werden
Wie das Kultusministerium in einer Presseerklärung vom 17. September mitteilt, ist unter der Leitung von Kultusstaatssekretär Georg Wacker (MdL) die Arbeitsgruppe zur Lehrergesundheit und Arbeitschutz zu ihrer ersten planmäßigen Sitzung zusammengekommen. Der Arbeitgruppe gehören u.a. der Vorsitzende des Beamtenbundes Baden-Württemberg, Volker Stich, und der Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, Rainer Dahlem, an. Vertreter des Finanzministeriums nehmen ebenfalls teil.
Als erster Experte wurde der Potsdamer Professor Dr. Uwe Schaarschmidt zum Thema Lehrergesundheit angehört. Schaarschmidt hat sich bereits in zahlreichen Studien und Publikationen mit der Beanspruchungssituation von Lehrkräften, Risikomustern und Interventionsmöglichkeiten befasst. "Nach dem gelungenen Auftakt danke ich allen Mitwirkenden für die Bereitschaft zu einer sachorientierten Zusammenarbeit. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Monaten gemeinsam zu konstruktiven Lösungen im Sinne einer Verbesserung des Gesundheitsschutzes kommen werden", sagte Wacker.
Nach einem Spitzengespräch mit den Lehrerverbänden unter der Leitung von Ministerpräsident Günther H. Oettinger war im Mai 2007 die Gründung einer Arbeitsgruppe zur Lehrergesundheit und Altersermäßigung beschlossen worden. Ziel ist es, Maßnahmen zu beschließen, mit denen Lehrkräfte länger gesund im Dienst gehalten werden können. Die Arbeitsgruppe soll hierfür gemeinsame Empfehlungen aussprechen. Bis Februar 2008 sollen u.a. folgende Themenfelder behandelt werden: Qualitätsmanagement an Schulen und Führungsverantwortung, Aufgabenteilung, Qualifizierung, Ausbildung und Fortbildung entlang der Berufsbiografie, Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie Gefährdungsbeurteilung, Altersermäßigung, Altersteilzeit, Dienstrechtsreform, und Arbeitszeitkonten.