PhV für verbindliche Grundschulempfehlung und Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres

Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schulart muss sich an einer von der Grundschule zu erstellenden verbindlichen Empfehlung orientieren. "Eine Abschaffung der Grundschulempfehlung und eine Schulwahl, die sich allein am Elternwillen orientiert, trifft bei uns auf heftige Ablehnung", so der Landesvorsitzende Karl-Heinz Wurster zu Plänen der FDP, die im Rahmen ihres Parteitags Anfang Januar in Stuttgart diskutiert wurden, und Forderungen des Landeselternbeirats (LEB). Der Philologenverband ist für eine Grundschulempfehlung auf der Basis objektiver Beurteilungskriterien, setzt auf ein professionelles Unterstützungssystem für die beurteilenden Grundschullehrer und fordert ein verpflichtendes Vorschuljahr für alle Kinder.

Das in Baden-Württemberg praktizierte Übergangsverfahren von der Grundschule zu den weiterführenden Schularten mit einer verbindlichen Empfehlung hat sich nach Auffassung des Philologenverbandes bewährt. "Die Schüler werden aufgrund objektiver Leistungskriterien einer für sie geeigneten Schulart zugewiesen", so der PhV-Landesvorsitzende Wurster. Nach Auffassung des Landesvorsitzenden besteht überhaupt kein Anlass für eine Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs Jahre, die das Übergangsverfahren nur unnötig hinauszögern würde. Der Philologenverband fordert stattdessen eine Verlängerung der Grundschulzeit durch ein verpflichtendes Vorschuljahr, in dem der Schwerpunkt auf der Beseitigung von Sprachdefiziten liegt. "Die Beherrschung der Sprache bildet die beste Grundlage für weitere Bildungserfolge", so Wurster mit dem Hinweis, dass die Durchlässigkeit zwischen den Schularten gewährleistet sein muss.

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