Steigende Schülerzahlen erfordern höhere Lehrereinstellungsquote

"Der seit Jahren nachweisbare Schülerstrom auf die Gymnasien hält unvermindert an und zeigt, dass diese Schulart mit Blick auf die Klassengrößen mit durchschnittlich 27,7 am schlechtesten dasteht und mehr Lehrer braucht", so PhV-Landesvorsitzender Karl-Heinz Wurster. Der Philologenverband kritisiert, dass in manchen Klassen der Unter- und Mittelstufe nach wie vor mehr als 30 Schüler sitzen. Der verkürzte gymnasiale achtjährige Bildungsweg an den Gymnasien sorge im Übrigen für eine immense Verdichtung des Lernstoffs, dessen gute Vermittlung in überfüllten Klassen erschwert werde. "Die dringend notwendige Differenzierung und gezielte Förderung mit unterschiedlichen Begabungsschwerpunkten ist in derartig großen und inzwischen auch sehr heterogenen Klassen nahezu unmöglich", so Wurster. Den nach wie vor steigenden Schülerzahlen muss nach Auffassung des Philologenverbandes durch eine höhere Lehrereinstellungsquote - insbesondere in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften - Rechnung getragen werden. Nachgedacht werde müsse auch über die Besoldung, um gerade Lehrerinnen und Lehrer mit Qualifikationen in Mangelfächern für den Gymnasiallehrerberuf zu gewinnen.
"Wir können es uns nicht erlauben, dass aufgrund wenig attraktiver Einstiegsgehälter qualifizierter Lehrernachwuchs in andere Berufe abwandert, in denen ebenfalls dringend Mathematiker und Naturwissenschaftler gebraucht werden", so Wurster.

www.phv-bw.de