Vertreterversammlung des PhV BW 2008 in Fellbach:
"Leitantrag zur Berufspolitik" und "Resolution zur Bildungspolitik" verabschiedet
Die Vertreterversammlung des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), zu der sich am 11. Juli dieses Jahres die PhV-Delegierten in der Fellbacher Schwabenlandhalle eingefunden hatten, verabschiedeten einen "Leitantrag zur Berufspolitik" und eine "Resolution zur Bildungspolitik".
Leitantrag zur Berufspolitik im Wortlaut:
Die Vertreterversammlung des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW) fordert die Landesregierung und das Kultusministerium auf, im Zusammenhang mit den Entscheidungen und Maßnahmen der nächsten Jahre (Dienstrechtsreform, Lehrerarbeits- und Lebensarbeitszeit, Einstellungspolitik, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, ?) die Interessen der Lehrer insgesamt und insbesondere die Arbeitsbedingungen der gymnasialen Lehrkräfte angemessen zu berücksichtigen und an allen Schulen zu verbessern.
1. Unterrichtsverpflichtung/Entlastungen
Ständig neue Aufgaben und zunehmende Belastungen wirken sich durch Änderung der Bildungspläne, Evaluation, achtjähriges Gymnasium, ? besonders im Bereich des Gymnasiums aus.
Der PhV BW fordert daher,
2. Lebensarbeitszeit / Altersermäßigung
Der PhV BW war von Anfang an grundsätzlich gegen eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit durch Anhebung des Pensionierungsalters auf 67 Jahre und weist nun angesichts der bevorstehenden Umsetzung dieses Vorhabens auf die mit anderen Berufen nicht vergleichbaren Besonderheiten des Lehrerberufs hin.
Der PhV BW fordert,
schon jetzt die Wiedereinführung einer Altersermäßigung von zwei Wochenstunden für alle Lehrkräfte ab 55 Jahren und eine Wochenstunde bei Teilzeitbeschäftigung von mindestens halbem Deputat,
bei der stufenweisen Anhebung des Pensionierungsalters entsprechend die Altersermäßigung schrittweise ab 62 Jahren auf vier Wochenstunden zu erhöhen.
Außerdem fordert der PhV BW,
dass entsprechend der bisherigen Regelung Lehrkräfte auch künftig bei Anhebung des Pensionierungsalters zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand treten, das vor dem jeweils für die übrigen Beamten gültigen Zeitpunkt für die Zurruhesetzung endet,
und dass es Lehrern auch weiterhin freigestellt ist, auf Antrag ein Jahr vor dem gesetzlichen Zeitpunkt in den Ruhestand gehen zu können.
3. Besoldung und Honorierung von Leistungen
Attraktivität und Qualität des Gymnasiallehrerberufes können nur erhalten bleiben, wenn den Lehrkräften in diesem Bereich ausreichende Beförderungsmöglichkeiten, angemessene Besoldung und Honorierung der besonderen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Leistungen in Aussicht gestellt werden.
Der PhV BW fordert daher,
4. Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen an den Schulen sind maßgeblich abhängig sowohl von baulichen Gegebenheiten/Voraussetzungen (Schulgebäude, Klassenräume, Fachräume, Lehrerzimmer und Lehrerarbeitsplätze) als auch von der personellen Ausstattung. Die personellen und räumlichen Anforderungen sind durch die Einführung von G8 mit mehr Nachmittagsunterricht und Ganztagesangebot erheblich gestiegen.
Der PhV BW fordert deshalb,
Resolution zur Bildungspolitik im Wortlaut:
Vor dem Hintergrund der Strukturdebatte, der Diskussion um das achtjährige Gymnasium (G8) und der steigenden Übergangsquoten fordert der Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) für die Schulart Gymnasium die folgenden schulischen Voraussetzungen, Maßnahmen und Rahmenbedingungen: