Fit für den Schulalltag:

"Junglehrer-Forum 2008" der Jungen Philologen

Vielseitiger Fortbildungstag an der PH Freiburg am 10. Oktober

In einer Zeit, die Berufseinsteigern im Lehrerberuf immer mehr abverlangt, sollte es Fortbildungsangebote geben, die dieser Gruppe bei den Anfangsschwierigkeiten zur Seite stehen. Mit dieser Idee im Hintergrund waren die Jungen Philologen in Baden-Württemberg schon mehrfach im Land unterwegs, um herauszufinden, wo die Berufsanfänger der Schuh drückt. Aus den in dieser Fortbildungsreihe gewonnenen Erkenntnissen ist letztlich die Überlegung entstanden, einen landesweiten Fortbildungstag anzubieten, der gebündelt und konzentriert Hilfestellungen bieten kann. Dies betonte Cord Santelmann, der Vorsitzende der Jungen Philologen im Bezirk Südwürttemberg, bei der Begrüßung der gut 50 Teilnehmer in der Pädagogischen Hochschule in Freiburg.

Die Themen, welche an diesem Tag in Modulform angeboten wurden, erstreckten sich über viele Felder, in denen offensichtlich Beratungsbedarf besteht:

So gab es am Vormittag Informationen über Steuertipps und -tricks, die Joachim Schröder, der Vorsitzende des Philologenverbandsbezirks Südbaden, sehr nachdrücklich zu vermitteln wusste. Auch über die Wege, die man einschlagen kann, wenn man der Karriereleiter nicht ablehnend gegenübersteht, konnten Informationen gesammelt werden. Beförderungsmöglichkeiten A14 bis A16 wurden angesprochen, sowohl innerhalb der Schule als auch im Rahmen des Regierungspräsidiums oder des Studienseminars. Die stellvertretende Vorsitzende der Philologen Südbadens, Claudia Hildenbrand, konnte hier vielen Interessierten brauchbare Tipps geben sowie deren Fragen umfassend beantworten. Flankiert wurden diese Module durch Überlegungen zur Lehrergesundheit, die von Dr. Thomas Unterbrink, Psychosomatiker, Psychotherapeut und Mitarbeiter am Lehrstuhl von Professor Bauer in Freiburg, zusammenfassend vorgetragen wurden. Hier ging es zunächst darum festzustellen, auf welche unterschiedliche Arten Lehrer mit dem Beruf umgehen. Die so ermittelten Typen wurden dann charakterisiert und im Hinblick auf ihre Gefährdung im Beruf beleuchtet. Letztlich konnten dadurch die Teilnehmer auch erkennen, zu welcher Form sie selbst neigen, wo deren Probleme, aber auch deren Chancen liegen.

Die Mittagspause bot nach dem intensiven Vormittag nicht nur die Möglichkeit, sich in der Mensa der Pädagogischen Hochschule zu verpflegen, sondern vor allem auch die Gelegenheit zu anregenden Gesprächen unter den Teilnehmern, in denen die Themen des Vormittags immer wieder als Gegenstand auftauchten.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Gesprächsführung und Konfliktbewältigung. Erika Arndt, Fachberaterin für Kommunikation und Beratung an Gymnasien i. R. und Referentin für Supervision, konnte hier ein Instrumentarium vorstellen, welches in konfliktbeladenen Situationen sowohl Analyse als auch erste Schritte zur Lösung bereithält. In der Kleingruppenarbeit wurde dies ausprobiert und anschließend in der gemeinsamen Diskussionsphase im Plenum diskutiert. Hermann Brezing dagegen, psychologischer Schulberater am Regierungspräsidium Freiburg, konzentrierte sich in seinem Modul auf die kritischen Punkte in der Gesprächsführung, die gerade den Lehrern in vielfältigen Kommunikationssituationen Probleme bereiten können.

Die Beiträge der Teilnehmer bei der gemeinsamen Schlussrunde zeigten, dass dieser Tag nicht nur gut verlaufen war, sondern vielen hilfreiche Informationen geben konnte, die hoffentlich im Alltag gewinnbringend umzusetzen sind. Auch die Organisatoren waren mit dem Verlauf zufrieden, sodass man nun gespannt sein kann auf die nächste Veranstaltung dieser Art.

Jochen Bamberger
Junge Philologen Südbaden

www.phv-bw.de