Schulgesetzänderung von Kultusminister Rau abgelehnt
Kultusminister Helmut Rau (CDU) hat die von SPD und Grünen beantragte Änderung des Schulgesetzes abgelehnt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) im November des letzten Jahres berichtete, sagte Rau im Landtag wörtlich: "Wir werden keine Schulversuche genehmigen, die grundsätzlich in die falsche Richtung gehen." Sechsjährige Grundschule, neun- oder zehnjährige Einheitsschule, die Auflösung der Realschule, die Aufgabe des gegliederten Schulsystems oder Schulentwicklung als Spielwiese seien mit ihm nicht zu machen. Auch der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Volker Schebesta, hatte in diesem Zusammenhang auf die Erfolge des baden- württembergischen Schulsystems mit differenzierten Bildungsgängen hingewiesen, die zu erfolgreichen Bildungsbiographien führten. "Sonst hätten wir nicht eine so hohe Zahl von Absolventen aller Abschlussarten", so Schebesta. Die Hauptschule werde man stärken und zu einer Werkrealschule fortentwickeln. Birgit Arnold (FDP) hält die Haupt- und Realschule zur Ausbildung eines qualifizierten Facharbeiternachwuchses und zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund für notwendig.