Frischer Wind von der Klausurtagung der Jungen Philologen
Bei der letzten Klausurtagung der Jungen Philologen Baden-Württembergs in Karlsruhe trafen sich zahlreiche alte und neue Gesichter, um Erfahrungen, viele gute Ideen und Anregungen auszutauschen. Dabei geht es uns darum, gute Arbeitsbedingungen insbesondere für junge Lehrerinnen und Lehrer zu schaffen.
Aufgrund der ständig wachsenden (inner- und außerunterrichtlichen) Anforderungen und der damit verbundenen höheren Arbeitsbelastung nicht nur erfahrener, sondern insbesondere auch junger Kolleginnen und Kollegen, formulierten wir Jungen Philologen unsere Vision "22/22": Ein volles Deputat von 22 Stunden bei gleichzeitiger Absenkung des Klassenteilers auf 22 Schülerinnen und Schüler pro Klasse, um konstant hochwertigen Unterricht zu ermöglichen. Die im Zuge der Qualitätsoffensive und des Doppeljahrgangs frei werdenden Kapazitäten ermöglichen diese Senkungen und erlauben außerdem eine nachhaltige Einstellungspolitik.
Positiv aufgenommen wurde in der Runde der Jungen Philologen die voraussichtliche Beibehaltung des Staatsexamens in der Lehrerausbildung, wodurch das 18-monatige Referendariat erhalten bleibt. Das Schreckgespenst einer weiteren Verkürzung des Vorbereitungsdienstes auf nur noch zwölf Monate durch die Integration in einen Masterabschluss scheint damit vertrieben. Markus Wasserfall hatte in der gbw-Ausgabe 01-02/2009 (S. 23) vor negativen Auswirkungen der Anwendung des europaweiten Bologna-Abkommens auf die Lehrerausbildung gewarnt.
Nach den Vorstellungen des PhV an den Studienseminaren Freiburg, Rottweil und Tübingen können wir uns über weitere Beitritte junger Kolleginnen und Kollegen freuen. Ihnen stehen als Ansprechpartner in Tübingen Jörg Sobora, in Freiburg Stephanie Gutgsell, in Karlsruhe Sandra Ringel und in Stuttgart Martin Brenner, auf Landesebene Markus Wasserfall zur Verfügung.
Junge Mitglieder sind uns wichtig, damit die Arbeit der Jungen Philologen auf einer breiten Basis im Verband steht. Ebenso ist es notwendig, auch in weiteren bildungspolitischen Gremien unsere Ideen einzubringen und unsere Forderungen zu betonen. Zu diesem Zweck rufen wir Sie, liebe junge Kolleginnen und Kollegen, dazu auf, sich für die Bezirkspersonalratswahl aufstellen zu lassen. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir in den Personalräten unsere Interessen und Anliegen vertreten!
Ein Beispiel für den frischen Wind aus dem Lager des Philologen-Nachwuchses ist "Adopt a JuPhi", eine Idee, die im Rahmen der Klausur-Tagung von Markus Wasserfall vorgestellt wurde: Mitglieder des Philologenverbands ermöglichen durch Sponsoring Lehramtsstudenten eine einjährige, kostenlose "Schnupper-Mitgliedschaft" im PhV. Ihnen wird dadurch die Möglichkeit gegeben, schon früh einen Einblick in den Verband zu bekommen, ohne finanziell belastet zu werden. Beim Eintritt ins Referendariat können sie sich neu entscheiden, ob sie weiterhin eine Mitgliedschaft wünschen oder nicht. Diese Idee wurde bereits in der Landesvorstandsitzung eingebracht, wo sie auf reges Interesse stieß.
Eine Gelegenheit, die netten und engagierten Jungen Philologen der Tagung kennenzulernen, bietet das diesjährige Junglehrerforum in Tübingen. Dort haben Sie als junge Kolleginnen und Kollegen außerdem die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu informieren und Anregungen zu erhalten. Das Junglehrerforum findet am 2. Oktober 2009 an der Universität Tübingen statt. Nach den positiven Rückmeldungen und Erfahrungen aus dem letzten Jahr freuen wir uns, auch in diesem Jahr mit Jochen Schröder, Claudia Hildenbrand und Stefan Hoffmann wieder hochkarätige Redner zu den Themen Steuern, Elterngeld und Elternzeit, Aufstiegsmöglichkeiten und Lehrerstimme begrüßen zu dürfen. Kommen Sie und diskutieren Sie mit, informieren Sie sich und lernen Sie uns und andere junge Kolleginnen und Kollegen kennen! Genaue Terminangaben zu den genannten JuPhi-Veranstaltungen werden noch bekannt gegeben (s. auch im Internet unter www.phv-bw.de).
Stephanie und Jürgen Gutgsell,
Junge Philologen Südbaden