Informative Personalräteschulung des Bezirks Nordwürttemberg traf auf positive Resonanz
Referenten des Stuttgarter Regierungspräsidiums sprachen von "angespannter Situation" der Unterrichtsversorgung
Zur Personalräteschulung des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bezirk Nordwürttemberg, die im März dieses Jahres im Stuttgarter Hospitalhof stattfand, konnten Gerhard Isringhausen (PhV) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bezirkspersonalrats (BPR) beim Regierungspräsidium Stuttgart, und der PhV-Bezirksvorsitzende des Bezirks Nordwürttemberg, Knut Krüger, wieder eine stattliche Zahl interessierter örtlicher Personalräte (ÖPR) begrüßen. Zu Beginn der eintägigen Schulung hatten die Personalräte im Rahmen der Vorstellungsrunde Gelegenheit, die jeweils aktuell anstehenden Themen, darunter auch ihr jeweils dringendstes Problem an der Schule, offen zu schildern. BPR-Vorsitzender Gerhard Isringhausen: "Die ehrlich-offene Gesprächsatmosphäre vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Gefühl von Solidarität; für die anwesenden Personalräte war es erleichternd zu erleben, dass alle mit nahezu ähnlichen Fragen beschäftigt sind." Im weiteren Verlauf des Schulungstags fand dann ein Informations- und Meinungsaustausch zu diesen Problemen untereinander und mit den BPR-Mitgliedern statt, die den Fragestellern Handlungsmöglichkeiten und Lösungswege aufzeigten.
Die beiden Personalreferenten des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart, Ellen Dietrich und Norbert Krank, waren als Gäste geladen und informierten zuerst über die Unterrichtsversorgung, die nach ihren Aussagen im nächsten Schuljahr "besonders angespannt" sein werde. Hingewiesen wurde darauf, dass es außerordentlich schwierig sei, insbesondere die Randregionen und die Mangelfächer - das gelte auch für die Region Stuttgart - ausreichend mit Lehrkräften zu versorgen. Als Grundsatz für die Genehmigung von Anträgen auf Beurlaubung und umfangreiche Teilzeitbeschäftigung nannten die beiden Personalreferenten: Vorliegende Genehmigungen werden nicht zurückgenommen, neue Anträge, die nicht aus familiären Gründen gestellt werden, sollen nur nach kritischer Einzelfallprüfung genehmigt werden. Dabei würden gesundheitliche Gründe und die Zumutbarkeit eine wichtige Rolle spielen. "Der Bezirkspersonalrat wird im Rahmen seiner Beteiligungsrechte eine Einzelfallentscheidung herbeiführen, die die persönlichen Verhältnisse berücksichtigt", so Isringhausen.
Die Personalreferenten äußerten sich auch zu den Versetzungen und Einstellungen, insbesondere zu den Ausschreibungsverfahren und zu längerfristigen Vertretungen. Der BPR stellte in diesem Zusammenhang als positiv heraus, dass der ÖPR bei vielen Bewerbergesprächen dabei ist. Der Aufwand, für den es keine angemessene Entlastung gibt, führe aber manchmal doch nicht zum Erfolg, weil sich die Bewerber für andere Schulen entscheiden. Die örtlichen Personalräte nutzten die Gelegenheit für Rückfragen an die Personalreferenten und erfuhren so aus erster Hand Informationen über die aktuelle Lage.
Die BPR-Mitglieder des Philologenverbandes berichteten nachmittags aus ihren Zuständigkeitsbereichen über die BPR-Arbeit. Hans-Eckhard Giebel gab als Vertreter des Hauptpersonalrats (HPR) einen umfassenden und auf das Wesentliche komprimierten Bericht über die derzeit aktuellen umfangreichen Tätigkeiten und Aufgaben des Hauptpersonalrats. Hadmut Emmerling berichtete aus dem Tätigkeitsbereich der Beauftragten für Chancengleichheit (BfC). Informationen für angestellte Lehrkräfte lieferte Bernd Gehrig. Werner Baier, der die Versetzungsangelegenheiten im BPR Stuttgart federführend betreut, konnte auf Nachfragen kompetent Auskunft geben.
Fazit des BPR-Vorsitzenden Gerhard Isringhausen und des PhV-Bezirksvorsitzenden Knut Krüger nach der Veranstaltung: "Die Aussprache mit den örtlichen Personalräten war ausgesprochen intensiv, die Teilnehmer gingen zufrieden nach Hause und baten darum, solche Personalräteschulungen weiterhin regelmäßig durchzuführen."
Gerhard Isringhausen