Dank und Anerkennung für den vorbildlichen Einsatz von Reinhard Weist
Im Rahmen der Hauptvorstandssitzung würdigte der PhV-Landesvorsitzende Bernd Saur die vorbildliche Arbeit und den langjährigen Einsatz von Reinhard Weist für den Philologenverband Baden-Württemberg und stellte seinen engagierten Einsatz in den Personalvertretungen, als Vertrauensperson beim Oberschulamt Freiburg und später beim Kultusministerium Baden-Württemberg heraus. Grund für die Lobes- und Dankesworte des Landesvorsitzenden war der Eintritt von Reinhard Weist in den wohlverdienten Ruhestand zum 01. August 2009. Bernd Saur erinnerte in seinem Rückblick noch einmal an die wesentlichen Stationen und Aktivitäten von Reinhard Weist.
Schon gleich ab dem 1. Dienstjahr versah Reinhard Weist zunächst am damaligen Progymnasium Grenzach-Wyhlen und dann von 1976 bis 1980 am Freiburger Theodor-Heuss-Gymnasium das Amt des Schulvertreters. 1973 war er Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft der Studienreferendare (ags) im Philologenverband und Mitglied in der PhV-Nachwuchsorganisation bis 1978. Wie Saur weiter hervorhob, waren für Reinhard Weist Einsatz und Pflichterfüllung als Regionalvertreter der Region Freiburg-Stadt (1980-2003), als Vorstandsmitglied des PhV-Bezirksverbands Südbaden (2003 bis 2008) - er war dienstältester Rechner - und als Mitglied im Finanzausschuss (2003 bis 2008) eine Selbstverständlichkeit.
Unerwähnt blieb nicht, dass Reinhard Weist auch in den Personalvertretungen aktiv war: zunächst als Mitglied im Örtlichen Personalrat in Grenzach-Wyhlen (1973 bis 1976) und später am Freiburger Theodor-Heuss-Gymnasium (von 1978 bis 1987) sowie im Bezirkspersonalrat Freiburg (1985 bis 2001).
Im Jahr 1985 wurde er Fachberater des Oberschulamts Freiburg für das Fach Englisch. Die parallele Tätigkeit im BPR mit der Behandlung von Personalfällen wegen Krankheit und Dienstunfähigkeit sowie die Unterrichtsbesuche als Fachberater bei sogenannten "schwierigen", das heißt in Wirklichkeit oft erkrankten Kolleginnen und Kollegen, aber auch die Erfahrungen im eigenen Kollegium mit schweren Erkrankungen machten ihm, wie er selbst sich erinnerte, "die Notwendigkeit der Schwerbehindertenvertretung bewusst". Deshalb erfolgte gleich im Anschluss an seine Arbeit als gewähltes BPR-Mitglied auch seine Mitarbeit dort als stellvertretende Bezirksvertrauensperson der Schwerbehinderten beim Oberschulamt Freiburg (2001 - 2003). Als Vertreter der Schwerbehinderten im BPR war Reinhard Weist zugleich Kontaktperson zu den Schulleitungen. Im Jahr 2003 erfolgte dann seine Wahl zur Hauptvertrauensperson der schwerbehinderten Lehrkräfte an Gymnasien beim Kultusministerium und die Vertretung der Schwerbehinderten im Hauptpersonalrat. Im Jahr 2007 erfolgte seine Wiederwahl in dieses Amt.
Zusammen mit den beiden Hauptvertrauenspersonen der anderen Schularten ging es Reinhard Weist im Wesentlichen um eine Verbesserung des Informationsflusses für erkrankte und schwerbehinderte Lehrkräfte, und zwar über die gesetzlichen Grundlagen für Nachteilsausgleiche sowie über deren Umsetzung im Schulbereich in Form von Musterintegrationsvereinbarungen auf der Ebene der Gymnasien und auf der Ebene der Regierungspräsidien. Darüber hinaus führte Weist Schulungen der Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten und der Personalräte in allen Bezirken durch, engagierte sich für die Einrichtung der Homepage der Hauptschwerbehinderten auf dem Kultusportal (www.schwerbehindertenvertretung-schule-bw.de) mit einer Vielzahl von Informationen für erkrankte Kolleginnen und Kollegen und widmete sich der Lobbyarbeit auf politischer Ebene zur Beibehaltung der Altersteilzeit sowie der Lebensarbeitszeit für schwerbehinderte Lehrkräfte im Rahmen der Dienstrechtsreform. Bernd Saur brachte am Schluss seiner Laudatio noch einmal zum Ausdruck: "Der Philologenverband ist Reinhard Weist zu großem Dank und Anerkennung verpflichtet!" Wir wünschen Reinhard Weist alles Gute und vor allem einen von Gesundheit begleiteten neuen Lebensabschnitt.
Hans-Eckhard Giebel