Neu: Für die gymnasiale Oberstufe gibt es ein vereinfachtes Punktesystem
Wie das Kultusministerium zum Schuljahrsbeginn mitteilte, wird ab dem kommenden Abitur 2010 zwischen einem Kursblock mit 600 Punkten und einem Prüfungsblock von erreichbaren 300 Punkten unterschieden. Mit diesem neuen System soll das Gewicht der Ergebnisse der Abiturprüfung erhöht werden. Der Anteil am Gesamtergebnis erhöht sich von ca. 26 auf 33 Prozent. Mit dieser Neuregelung soll das Berechnungs- und Belegungssystem nach Aussagen des Kultusministeriums vereinfacht und gleichzeitig die allgemeine Studierfähigkeit weiter gestärkt werden. Durch die Einführung eines variablen Anrechnungsfaktors können Schülerinnen und Schüler künftig alle belegten Fächer ihrer Wahl in die Anrechnung mit einbringen. Weiter heißt es: "An diese Veränderung schließen sich weitere Reformschritte an." Dazu zähle eine vereinfachte Fächerwahl. Die Unterscheidung zwischen Kernkompetenz-, Profil- und Neigungsfach entfällt. Wie bisher sind fünf vierstündige Fächer zu belegen, die aber künftig alle einfach gewertet werden.
Verpflichtend zu belegen sind Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache (Pflichtkernfächer) sowie zwei Wahlkernfächer, von denen eines entweder eine weitere Fremdsprache oder eine Naturwissenschaft sein muss. Verpflichtender Bestandteil der schriftlichen Abiturprüfung sind weiterhin die Fächer Deutsch, Mathematik sowie eine als Kernfach gewählte Fremdsprache. Hinzu kommt ein weiteres Kernfach nach Wahl.
Weitere Maßnahmen zielen darauf ab, die Bedeutung der Natur- und Gesellschaftswissenschaften hervorzuheben. Dazu gehören die volle Anrechungspflicht für alle acht Kurse in den zwei zu belegenden Naturwissenschaften sowie die Vergabe von Einzelnoten für die Fächer Geschichte, Gemeinschaftskunde und Geografie. Diese Fächer werden in der Oberstufe abwechselnd in der Kombination Geschichte und Gemeinschaftskunde beziehungsweise Geschichte und Geografie unterrichtet. Bisher wurden Durchschnittsnoten gebildet.
-km-pm-