Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) zum Weltlehrertag:
"Berufsfreude ist eng an gute schulische Rahmenbedingungen gekoppelt"
Mit vielen Aktionen unter Beteiligung von Eltern, Schulträgern und Partnern der Schule wurde am 5. Oktober der Weltlehrertag begangen. "Das ist ein kleines Zeichen der verdienten Anerkennung unserer zunehmend schwerer gewordenen Arbeit an den Schulen und ganz besonders auch an den Gymnasien des Landes", so Landesvorsitzender Bernd Saur mit dem Hinweis, dass sich die Würdigung der beachtlichen Unterrichtsarbeit und Erziehungsleistung unserer Lehrerinnen und Lehrer nicht nur auf einen Tag im Jahr beschränken sollte. "Eigentlich ist jeder Schultag auch ein Tag der Lehrerinnen und Lehrer, die tagtäglich unter den kritischen Blicken einer an guten Unterrichtsergebnissen interessierten Öffentlichkeit ihr Bestes geben."
Auch von der Schulbehörde wurde herausgestellt, dass Lehrer "den Schlüssel für unsere Zukunft" in der Hand halten, ihn "mit Verantwortung, Engagement und Augenmaß" verwalten und dass diese Herausforderung von den Lehrerinnen und Lehrern angenommen und gemeistert werde. "Wir wären dankbar, wenn diese Auffassung auch in der Öffentlichkeit und von den Medien so wahrgenommen würde", so der Kommentar von Bernd Saur. Nur mit breiter Unterstützung aller an Bildung Interessierten können Bildungs- und Erziehungsziele erreicht werden; Politiker, Medien und auch Eltern tragen eine Mitverantwortung.
Damit der Lehrerberuf an Attraktivität gewinnt und insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern qualifizierter Lehrernachwuchs in den nächsten Jahren gewonnen werden kann, müssen die schulischen Rahmenbedingungen, der Arbeits- und Gesundheitsschutz, die Besoldung und das Lehrerimage in der Öffentlichkeit verbessert werden. Schließlich endet die Arbeit des Lehrers nicht mit dem Unterrichtsschluss. Gewünscht werden kleinere Klassen, insgesamt bessere Arbeitsbedingungen, ein guter Arbeits- und Gesundheitsschutz und eine Verringerung der zu hohen Unterrichtsverpflichtung, damit mehr Zeit für individuelle Förderung und Betreuung zur Verfügung steht. Saur: "Es geht aber ganz wesentlich auch darum, dass den Schülern mit Herz, Hand und Verstand Allgemeinbildung, historische Zusammenhänge, sprachliche Grundlagen und ethisch-moralische Werte und Kulturtechniken vermittelt werden, die sie befähigen, später im Beruf und in der Familie Verantwortung zu tragen, Herausforderungen und Gefahren für Mensch und Umwelt zu erkennen und sich in einer komplizierter und globaler gewordenen Welt zurechtzufinden."
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