Personalratswahlen vom 4. bis 6. Mai 2010

Mit dem Philologenverband für das Gymnasium und seine Lehrerinnen und Lehrer

Der PhV vertritt die Interessen der Kolleginnen und Kollegen an den Gymnasien

Am 4., 5. und 6. Mai dieses Jahres finden an den Schulen wieder Personalratswahlen statt. Zu wählen sind der Hauptpersonalrat beim Kultusministerium, die Bezirkspersonalräte bei den vier Regierungspräsidien Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen sowie die Örtlichen Personalräte an den Schulen. Die Gruppen der Beamten und der Arbeitnehmer wählen ihre Mitglieder unabhängig voneinander nach den Grundsätzen der Verhältniswahl. Ein gutes Wahlergebnis wirkt sich unmittelbar auch auf die Effizienz der Arbeit in den Personalräten aus. Deutliche Mehrheiten in den Stufenvertretungen sichern uns weiterhin die Möglichkeit einer politischen Einflussnahme zum Erhalt, zur Weiterentwicklung und zur Stärkung des Gymnasiums.

Vom Einsatz der Stufenvertretungen, ihrer wirksamen Beteiligung an Entscheidungsprozessen, ihrer Überzeugungskraft und unter gegebenen Umständen auch erforderlicher Streitbereitschaft sollen die Kolleginnen und Kollegen vor Ort an den Schulen profitieren.

Der Philologenverband (PhV BW) kämpft unvermindert weiter für

Im Philologenverband sind Gymnasiallehrer/innen organisiert. Deshalb vertritt n u r der Philologenverband uneingeschränkt die spezifischen Interessen der Gymnasien, seiner Schülerinnen und Schüler und der dort unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer.

Was ist bei der Stimmabgabe zur Wahl des Haupt- und Bezirkspersonalrats zu beachten?

Beamte haben insgesamt 9 Stimmen.

Arbeitnehmer haben insgesamt nur 2 Stimmen.

Einem Bewerber/einer Bewerberin können auf der Beamtenliste bis zu maximal 3 Stimmen, einem Bewerber/einer Bewerberin können auf der Arbeitnehmerliste bis zu maximal zwei Stimmen gegeben werden. Kumulieren ist möglich, indem zum Namen der Kandidatin/des Kandidaten auf dem Stimmzettel beispielsweise die entsprechende Zahl hinzugefügt wird.

Jede Stimme zählt, denn die Summe aller Stimmen entscheidet. Die Anzahl der PhV-Mitglieder im Personalrat ist abhängig von der Gesamtzahl der Stimmen, die für PhV-Bewerber abgegeben werden. Es handelt sich um eine Richtungswahl: Der PhV ist für die Beibehaltung des gegliederten Schulwesens; die GEW favorisiert die Einheitsschule ("Eine Schule für alle") mit der Folge, dass das Gymnasium in seiner jetzigen Ausprägung nicht mehr existieren würde. Zum "Einheitslehrer" wäre es dann nicht mehr weit.

Warum es wichtig ist, alle Stimmen den PhV-Bewerbern zu geben?

1. Der PhV BW setzt sich für ein begabungsgerechtes und damit für ein gegliedertes Schulsystem ein. All jenen ideologisch besetzten Vorstellungen und Ideen einer Einheitsschule mit dem Ziel der Abschaffung des gegliederten Schulwesens erteilt der Philologenverband eine unmissverständliche Absage.

2. Der PhV BW kämpft für den Erhalt der Schulart Gymnasium, weil so eine differenzierte Förderung und anspruchsvolle Forderung am besten gewährleistet werden können. Die Durchlässigkeit zwischen den Schularten muss allerdings garantiert und bewahrt bleiben.

3. Der PhV BW hält als Voraussetzung für das gymnasiale Lehramt am universitätsgebundenen Fachstudium fest. Die verschiedenen Schularten haben, jede für sich, ganz spezifische Anforderungen, die unterschiedliche Ausbildungsprofile verlangen. Wir wollen und können keine Einheitslehrer sein!

4. Der PhV BW sieht den Unterricht - und besonders den Fachunterricht - als Kernaufgabe des Gymnasiums, der Schulart, die grundsätzlich auf ein Universitätsstudium vorbereitet. Deshalb muss das Fach seinen unverzichtbaren Stellenwert in der gymnasialen Bildungsarbeit behalten.

5. Der PhV BW befürwortet die Erziehungsarbeit an den Schulen. Sie ist für eine erfolgreiche Unterrichtsarbeit unverzichtbar. Wir sehen jedoch darin keine primäre Lehreraufgabe. Diese muss von einem anderen Personenkreis wahrgenommen werden.

6. Der PhV BW kann sich Ganztagsangebote auch an Gymnasien vorstellen, wenn die Gremien - vor allem die Gesamtlehrerkonferenz - dieses wünschen und die Voraussetzungen hierfür garantiert sind: eine zusätzliche Zahl von Lehrerstellen, kein Abbau und keine Umschichtung vorhandener Lehrerstellen und eine adäquate bedarfsgerechte Ausstattung der Schulen.

7. Der PhV BW ist der Auffassung, dass die gymnasiale Unterrichtsverpflichtung zu hoch ist. Für zusätzliche, notwendige außerunterrichtliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel Aufgaben der Schulentwicklung, ist ein gesonderter, klar definierter und zweckgebundener Stundenpool einzurichten.

8. Für besonders belastete Kolleginnen und Kollegen müssen Möglichkeiten einer Stundenentlastung geschaffen werden.

9. Der PhV BW hält am Beamtenstatus und an der Eingangsbesoldung A13 + Zulage sowie an den Beförderungsämtern A14, A15 und A16 fest. Denn: Nur der Beamtenstatus garantiert die Unterrichtskontinuität. Sollen Schulen etwa ihre bislang von äußeren Interessen unabhängige Entscheidungsfreiheit aufgeben? Der Beamtenstatus der Lehrerinnen und Lehrer hat dies bislang verhindert. Die Abschaffung des Beamtenstatus ist kostenträchtig und wäre fatal, auch im Blick auf die Gewährleistung staatlich garantierter Bildungschancen. Der Beamtenstatus für Lehrerinnen und Lehrer hat sich bewährt.

10. Der PhV BW hat in seinem Arbeitskreis Arbeitnehmer (AKA PhV BW) kompetente Ansprechpartner für alle Arbeitnehmerfragen. Sie gewährleisten eine engagierte und sachgerechte Betreuung der angestellten Kolleginnen und Kollegen.

Deshalb:

Mit dem Philologenverband für das Gymnasium!

www.phv-bw.de