Mehrheit für gegliedertes Schulwesen

Kultusministerin Marion Schick: "Zahlen sprechen eine klare Sprache"

In einer vom Kultusministerium am 31. März 2010 herausgegebenen Pressemitteilung heißt es, dass die am Tag zuvor veröffentlichte Allensbach-Studie "Aktuelle Fragen der Schulpolitik und das Bild der Lehrer in Deutschland" nach einer FORSA-Umfrage im vergangenen Herbst innerhalb kurzer Zeit ein weiterer empirischer Beleg dafür sei, dass zwei Drittel der Bevölkerung eine Veränderung der gegliederten Schulstruktur ablehnen. Wie schon in der FORSA-Umfrage, heißt es weiter, hätten sich lediglich ein Drittel der Befragten für eine Abschaffung des gegliederten Schulwesens ausgesprochen.

"Diese aktuellen Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wir dürfen uns nicht länger mit sinnlosen ideologischen Debatten aufhalten, die uns unnötige Kraft kosten. Die Menschen im Land sehen klar, was die die Bildungsforschung der Politik nachhaltig bestätigt hat", sagte Kultusministerin Marion Schick. Wichtig seien optimale Rahmenbedingungen wie beispielsweise kleinere Klassen. Dies wünschen sich laut Allensbach 59 Prozent der Befragten. "Verantwortungsvolle Bildungspolitik muss die Unterrichtsqualität und deren systematische Weiterentwicklung im Fokus haben, nur dies wird die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen wirklich verbessern", sagte die Ministerin.

Mit der Qualitätsoffensive Bildung habe sich Baden-Württemberg auf diesen Weg gemacht und neben der Verkleinerung der Klassen beispielsweise die Leitungszeit der Schulleitungen um 20 Prozent erhöht oder die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Werkrealschule auf den Weg gebracht. Durch die vorgezogene Senkung des Klassenteilers in den Grundschulen, wie sie Ministerpräsident Mappus in seiner Regierungserklärung zu kommenden Schuljahr angekündigt habe, werde der Prozess der Verkleinerung der Klassen beschleunigt, so die Mitteilung des Kultusministeriums.

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