Hans-Eckhard Giebel verabschiedet
Dank und Anerkennung für über zwölf Jahre Verbandsarbeit
Über zwölf Jahre hat Hans-Eckhard Giebel als Pressereferent auf Landesebene und Redakteur unserer Zeitschrift "Gymnasium Baden-Württemberg" die Interessen unseres Verbandes engagiert vertreten und unsere berufs- und bildungspolitischen Positionen in Wort und Bild in die Öffentlichkeit getragen. Im Rahmen unserer Vertreterversammlung am 9. Juli 2010 in Fellbach wurde er nach nunmehr über zwölfjähriger Tätigkeit verabschiedet.
Seit 1997 hat Hans-Eckhard Giebel über 400 Pressemitteilungen verfasst und 91 Hefte unserer Verbandszeitschrift herausgegeben. Dahinter stecken ein enormes Arbeitspensum, großes Engagement und eine enge Verbundenheit mit dem Verband. Bei Hans-Eckhard Giebel lagen unsere Pressearbeit und die Redaktion von "Gymnasium Baden-Württemberg" in den besten Händen. Als profunder Kenner unserer Medienlandschaft verfolgte er aufmerksam die Diskussionen aller wichtigen Themen und war daher stets bestens informiert.
Seine Amtszeit, die er selbst als "äußerst spannend und kurzweilig" bezeichnete, war geprägt von zahlreichen Bildungsreformen, zunehmenden Bildungs- und Schulstrukturdiskussionen und Veröffentlichungen von Bildungsstudien, zu denen Stellung zu beziehen war. Auch auf berufspolitischem Gebiet war der Philologenverband Baden-Württemberg während seiner Amtszeit stark gefordert: Es gab heftige Protestreaktionen, Demonstrationen gegen Arbeitszeiterhöhung und immer wieder auch kritische Mahnungen zur Lehrereinstellung und besseren Unterrichtsversorgung. Im Herbst 1998 hatte Hans-Eckhard Giebel nach dem überraschenden Tod seines Amtsvorgängers, Dr. Franz Strasser, die Redaktion unserer Verbandszeitschrift "Gymnasium Baden-Württemberg" (GBW) übernommen. Seither wurden unter seiner Leitung mehrfach Veränderungen am inneren und äußeren Erscheinungsbild unserer Verbandszeitschrift vorgenommen, wobei auch Anregungen aus dem Leserkreis aufgegriffen wurden.
Ich danke Hans-Eckhard Giebel für zwei Jahre enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit. Wir respektieren seinen Wunsch, sich nach seiner Pensionierung im letzten Jahr nunmehr verstärkt seiner Familie und seinen Hobbies, allen voran seiner Violine, widmen zu wollen. Bei seiner Verabschiedung auf der Vertreterversammlung in Fellbach würdigten wir auch die Verdienste seiner Frau, Angelika Giebel, die im Hintergrund mitwirkte und ihren Mann all die Jahre auch tatkräftig unterstützte. Wir wünschen dem Ehepaar Giebel einen gesunden und glücklichen Ruhestand und denken gerne an die gemeinsame Arbeit für den Philologenverband zurück.
Bernd Saur,
Landesvorsitzender
Worte zum Abschied
Verehrte Leserin, verehrter Leser,
herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die meine über zwölfjährige Redaktions- und Pressearbeit für den Philologenverband Baden-Württemberg mit informativen und kritischen Beiträgen, Kommentaren und guten Ratschlägen konstruktiv begleitet und bereichert haben. In diesen Jahren, die gekennzeichnet waren von vielen wertvollen menschlichen Begegnungen und einer auf Vertrauen basierenden Zusammenarbeit mit dem amtierenden Landesvorsitzenden Bernd Saur und seinen beiden Amtsvorgängern Karl-Heinz Wurster und Volker Stich, habe ich Freunde und auch viele Einsichten in gegenseitig befruchtenden Gesprächen finden dürfen.
Bedanken möchte ich mich bei den Mitgliedern des Landesvorstands, beim Team der Landesgeschäftsstelle unter der Leitung von Stefan Dahlinger für ihre mitgestaltende Arbeit und bei Frau Jutta Heinemann vom Pädagogik- und Hochschulverlag für ihr flexibles Entgegenkommen bei der Layout-Gestaltung unserer Zeitschrift. Herrn Dr. Wolf danke ich für seine Korrekturhinweise und den Kolleginnen und Kollegen für ihre guten Anregungen und klugen Kommentare. Danken möchte ich an dieser Stelle meiner Frau und Familie für die Unterstützung und ihr Verständnis für mein zeitintensives "Hobby".
Es waren wohl die spannendsten und auch interessantesten zwölf Jahre meines bisherigen Lebens. Ob der Abschied von meinen Ämtern auch mit einem Zeitgewinn verbunden sein wird, wird sich erst noch erweisen müssen. Meine Freude am Jazz-Violinspiel, aber auch die noch verbliebenen Tätigkeitsbereiche und Interessen werden keine Langeweile aufkommen lassen.
Meinen Amtsnachfolgern wünsche ich für ihre künftige Arbeit eine glückliche Hand zum Wohle des Philologenverbandes Baden-Württemberg und seiner treuen Mitglieder.
Mit besten Grüßen und guten Wünschen für die Zukunft,
Ihr
Hans-Eckhard Giebel
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In seiner im Rahmen der diesjährigen Vertreterversammlung gehaltenen Abschiedsrede äußerte sich Hans-Eckhard Giebel kritisch über den vielfach unüberlegt praktizierten ,blinden Bildungsreform-Aktionismus'. Mit Schnellschüssen sei Bildungspolitik in einer komplizierter gewordenen Welt und Informationsgesellschaft nicht zu machen, so Giebel u.a. mit dem Hinweis: "Wir sollten es auch künftig nicht zulassen, dass unser Gymnasium, das in Baden-Württemberg durch seinen Qualitätsanspruch erfolgreich war und ist, von 'Einheitsschulaktivisten' zu Fall gebracht wird." Giebel schloss seine Rede mit einem Zitat seines inzwischen verstorbenen ehemaligen Schulleiters Eberhard Kuntz am Backnanger Max-Born-Gymnasium (Schulleiter von 1976 bis 1987), das auch heute noch Gültigkeit besitzt: "Die einzige Methode zur Erlangung einigermaßen verlässlicher Urteile - auf der Basis einer guten Allgemeinbildung - ist das Hören und Sehen nach allen Seiten, das Miteinander-Sprechen und Aufeinander-Hören, das Ernstnehmen von Argumenten und von Meinungen, die uns nicht behagen, von Gefühlen anderer, die uns selbst fremd sind?..Der Verstand hat bessere Augen, das Herz ein besseres Gehör. Das Gefühl ist blind ohne den Geist, und ohne Verbindung zum Herzen bleibt auch der größte Kopf eine taube Nuss."