Leserbrief
Stächele stichelt schon wieder gegen Lehrer
(Leserbrief an StN 13-9-10)
Zum Thema 'Arbeitszeitkonten'
Stächeles "aus ökonomischer Effizienz" (sage er doch bitte deutlich 'aus Einsparungsgründen') entstandene Idee von Arbeitszeitkonten für Lehrer ist nicht nur wirklichkeitsfremd, sondern für alle Betroffenen ärgerlich, weil so etwas pädagogischer Nonsens ist. Wie will er denn pädagogische Arbeit zeitlich messen? Wenn bei einem Lehrer mal eine Stunde ausfällt, soll das aufgerechnet werden. Was ist, wenn ein Lehrer viele lange Gespräche oder Telefonate führt mit Schülern oder Eltern? So etwas ist noch nie verrechnet worden.
Zum Thema 'Fortbildung in der unterrichtsfreien Zeit, bzw. noch mehr Fortbildung'
Fortbildung findet schon lange überwiegend nachmittags statt. Lehrer kommen dann abends gegen 18:00 Uhr nach Hause und beginnen gegen 19:00/20:00 Uhr mit der Vorbereitung des nächsten Tages. Nachts bleibt dann Zeit für Korrekturen. Ein attraktives Berufsbild! Donnerwetter! Wie wäre es eigentlich mit Fortbildungen am Samstag- oder Sonntagabend?
Der Vorsitzende des Landeselternbeirats ruft nach besserer Fortbildung für Lehrer. Fakt ist allerdings, dass noch nie so viel fortgebildet wurde wie in den letzten 10 bis 15 Jahren. Früher waren Lehrer verpflichtet, sich alle fünf Jahre einmal fortzubilden, heute ist jeder Lehrer mindestens einmal jährlich auf Fortbildung, die meisten sogar häufiger.
Günther Philipp Stöferle