Sehr informativ und abwechslungsreich:

Personalräteschulung des PhV Nordbaden in Bad Herrenalb

Der Bezirksverband Nordbaden des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW) lud am 14. und 15. Oktober 2010 zu einer Personalräteschulung nach Bad Herrenalb ein, an der vor allem neu gewählte Personalräte teilnahmen. Die stellvertretende Vorsitzende, Barbara Jooss, hatte die Veranstaltung kompetent geplant und führte souverän durch die Veranstaltung.

Auf dem Programm standen Aufgaben und Stellung der Personalräte an der Schule und in den Stufenvertretungen. Evi Hebgen skizzierte die Beteiligungsrechte des ÖPR. Manch einer der Kolleginnen und Kollegen war überrascht, wie umfangreich sich der ÖPR im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Schulleitung einbringen kann.
In Zusammenarbeit mit Gaby Kneiding sammelte Frau Hebgen auch die konkreten Anfragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und beantwortete diese am zweiten Schulungstag.

Gaby Kneiding präsentierte Aufgaben, Durchführung und Teilnehmer der Personalversammlung. Winfried Bös, der Vorsitzende des BPR Gymnasien am Regierungspräsidium Karlsruhe, erläuterte den Stand der konventionellen Beförderungen, die Einstellungen sowie aktuelle Probleme bei Krankheitsfällen. Die sichere Gesundung des Erkrankten ist Voraussetzung dafür, dass die Dienstfähigkeit nicht herabgesetzt wird (einschließlich Gehaltskürzung).

Barbara Jooss und Uschi Kampf unterstrichen in ihrem Informationsblock für die Kolleginnen und Kollegen im Arbeitnehmerverhältnis, dass für sie bei vollem Deputat erst ab der vierten angeordneten Mehrarbeitsunterrichtsstunde - dann aber für alle vier Unterrichtsstunden - die Vergütung erfolgt, und zwar zum Überstundensatz.
Bei Teilzeit-Deputat dagegen besteht im Arbeitnehmerverhältnis Anspruch auf die tarifvertraglich anteilige Vergütung bereits ab der ersten Stunde, die über die arbeitsvertraglich festgelegte Unterrichtsverpflichtung hinaus geleistet wird. Dieser Anspruch muss innerhalb von sechs Monaten schriftlich geltend gemacht werden. Ein umfangreiches Skript informierte u.a. auch über die Verkürzung von Fristen.

Die Justiziarin des Philologenverbands BW, Frau Koch-Wittwer, stellte die Eckpunkte der Dienstrechtsreform vor. Die Erhöhung der Altersgrenze betrifft schrittweise die Jahrgänge 1949 bis 1964 im Zeitraum von 2012 bis 2029. Gewichtig ist auch die Reduzierung der anrechnungsfähigen Ausbildungszeiten von 36 auf 28 Monate. Frau Annette Laur, die Vorsitzende des HPR, informierte über die zu erwartenden Einstellungschancen und das Verfahren im nächsten Jahr. Die Novemberausschreibung entfällt dieses Jahr, so dass die Einstellungsrunde mit der vorgezogenen Ausschreibung für die ländlichen Gebiete im neuen Jahr beginnt.

Frau Buchheister, die Leiterin des Referates 75 im RP Karlsruhe sicherte zu, dass Korrekturspitzenbelastungen - während des doppelten Abiturjahrgangs - von der Schulleitung großzügig ausgeglichen werden. Da der Arbeitsmarkt für Gymnasiallehrer leer geräumt sei, komme es trotz finanzieller Ressourcen bei Ausfällen von Kolleginnen und Kollegen nach wie vor zu kritischen Situationen. Bei G8 sah Frau Buchheister keinen aktuellen Reformbedarf. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit der Vorstellung der Jungphilologen von ihrer Vorsitzenden Sandra Ringel sowie zahlreichen hilfreichen Materialien, mit denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausstatten konnten.

Die Veranstaltung, die wegen der umsichtigen Organisation von Herrn Thomas Schwan, Mitglied des PhV-Bezirksvorstands Nordbaden, reibungslos vonstatten ging, wurde in einer abschließenden Evaluation von den anwesenden Örtlichen Personalräten als sehr informativ, abwechslungsreich und insgesamt gelungen beurteilt, und ihre Wünsche für weitere Themen der Personalräteschulung im nächsten Jahr werden möglichst alle umgesetzt werden.

Winfried Bös

www.phv-bw.de