Aktuelles aus dem HPR

Landeseinheitliche digitale Bildungsplattform

Die in über einjähriger Arbeit erstellte neue Rahmendienstvereinbarung (RDV) zum Einsatz einer landeseinheitlichen digitalen Bildungsplattform, die die bisherige RDV Informations- und Kommunikationsplattformen ablöst, wurde zum Jahresende von den HPR und dem Kultusministerium unterzeichnet.

Wesentliche Neuerungen sind: Für jeden Lehrer wird es im Schuljahr 18/19 eine dienstliche Emailadresse geben. Über diese dienstlichen Adressen, die sich alle im geschützten Kultus-Netz befinden, soll dann der gesamte dienstliche Emailverkehr und nur der(!) abgewickelt werden. Diese Emails werden auch unverschlüsselt sicher sein, solange Absender und Empfänger jeweils Email-Adressen im Kultus-Netz haben.

Auf diese Weise wird es erstmalig datenschutzrechtlich unbedenklich sein, sich mit Kolleginnen und Kollegen unverschlüsselt per Email über personenbezogene Schülerdaten wie Noten, Fehlen oder Fehlverhalten auszutauschen. Dies ist ein großer Schritt vorwärts bei der praktischen Zusammenarbeit von Lehrern mittels Digitalisierung.

Auch die weiteren Funktionalitäten der digitalen Bildungsplattform wie LibreOffice und Groupware wie Zimbra oder Nextcloud werden für den Alltag nützlich sein.

Zudem wird der WLAN-Betrieb an Schulen erstmalig landeseinheitlich geregelt. Ebenso elektronische Fortbildungsformate für Lehrer.

Aus Sicht des HPR sind vier Regelungen besonders wichtig:

  1. Der ÖPR hat bei der Einführung der digitalen Bildungsplattform an einer Schule ein Mitbestimmungsrecht (siehe §4 (2) und §6)! Ohne seine Zustimmung kann die Bildungsplattform an einer Schule nicht eingeführt werden.
  2. Die Einführung der digitalen Bildungsplattform setzt nach §4 (1) einen der Aufgabenerledigung angemessenen Zugang der Beschäftigten zu einem digitalen Endgerät in der Schule voraus. Die Beschäftigten sind nicht verpflichtet, eigene Endgeräte sowie Software auf ihre Kosten anzuschaffen oder diese dienstlich zu benutzen.
  3. Die Benutzung der digitalen Bildungsplattform ist grundsätzlich für die Beschäftigten verpflichtend. (…) Ist an einer Schule ein entsprechender Zugang nicht gewährleistet, ist die Nutzung der digitalen Bildungsplattform freiwillig.
  4. Die Beschäftigten der Dienststelle sind nicht verpflichtet (siehe §4 (3)), die digitale Bildungsplattform außerhalb ihrer üblichen Anwesenheitszeit an der Schule und außerhalb der Dienststelle zu nutzen.

Neues Profil IMP (Informatik, Mathematik, Physik)

Konzeption für das neue Profil IMP (Informatik, Mathematik, Physik):

Das IMP-Profil wurde mit einer Kabinettsvorlage Ende November auf den Weg gebracht. Seitdem laufen die Planungen auf Hochtouren. Die Schulen wurden kurz vor Weihnachten informiert. Eine erstmalige Einführung dieses Profils ist zum SJ 18/19 möglich, auch parallel zu NwT. Voraussetzung dafür ist ein ausgebildeter Informatik- Lehrer. Es wird keine festgelegte Zügigkeit der Schule für die Einführung des IMP-Profils vorgeschrieben; die Detail-Auflagen unterscheiden sich jedoch von RP zu RP.

Rahmenregelung ist, dass Informatik, Mathematik und Physik jeweils vier (zusätzliche) Stunden in den Klassen 8 - 10 erhalten. Der Besuch eines Oberstufen-Informatik-Kurses wird sowohl nach Besuch des IMP-Profils wie auch nach Besuch einer Informatik-AG in Klasse 10 (bei Wahl eines anderen Profils) möglich sein.

Von März bis Mai wird die öffentliche Anhörung zu IMP durchgeführt werden; von daher ist bei der IMP-Konzeption noch nicht alles in Stein gemeißelt.

Klar ist jedoch schon, dass es eine mehrjährige Lehrer-Fortbildungsinitiative anlässlich IMP geben wird. Im Schuljahr 2018/19 sollen erstmalig 60 Gymnasiallehrer für IMP fortgebildet werden, die dann ab Schuljahr 2019/20 IMP unterrichten können.

Erhöhung der verfügbaren Mittel für außerunterrichtliche Veranstaltungen

Die zur Verfügung stehenden Mittel für außerunterrichtliche Veranstaltungen (AUV) wurden erstmalig seit Jahren deutlich erhöht: Von 2.848.500 € (Haushaltsansatz für 2017 im Kapitel 0436 Titel 527 01) um exakt 600.000 € pro Jahr (ab 2018) auf 3.448.500 € (Haushaltsansatz). 2016 wurden 2.534.400 € für AUV ausgegeben.

Damit sollte ab 2018 erstmalig die Möglichkeit bestehen, dass alle Kolleginnen und Kollegen ihre Reisekosten voll abrechnen können, zumal noch über zwei Millionen nicht ausgegebener Reisekosten-Restmittel aus den Vorjahren zur Verfügung stehen.


Ralf Scholl
Vorsitzender HPR Gymnasien





 

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