Ein starkes Signal für mehr Wertschätzung und für die Attraktivität des Lehrerberufs

12. Juni 2026

Pressemit­teilung des Philolo­gen­ver­bands Baden-Würt­tem­berg (PhV BW) zur Ankündi­gung von Kul­tus­min­is­ter Andreas Jung, ange­hende Lehrkräfte kün­ftig über die Som­mer­fe­rien bezahlen und das Ref­er­en­dari­at um zwei Monate ver­längern zu wollen

Der Philolo­gen­ver­band Baden-Würt­tem­berg (PhV BW) begrüßt die Ankündi­gung des neuen Kul­tus­min­is­ters Andreas Jung nach­drück­lich, die Som­mer­fe­rien­ar­beit­slosigkeit von ange­hen­den Lehrkräften endlich zu been­den. Mit der geplanten Ver­längerung des Ref­er­en­dari­ats um zwei Monate wird eine langjährige Kern­forderung des PhV BW aufge­grif­f­en.

Siehe die Pressemit­teilung des PhV vom 13. Juli 2021 und die Pressemit­teilung der Jun­gen Philolo­gen (JuPhis) vom 29. Juli 2025

„Dass der neue Kul­tus­min­is­ter diese unhalt­bare Prax­is direkt zu Beginn sein­er Amt­szeit anpackt, ist ein wichtiges und über­fäl­liges Zeichen der Wertschätzung für unsere jun­gen Kol­legin­nen und Kol­le­gen. Jedes Jahr im Som­mer wur­den rund 4.000 her­vor­ra­gend aus­ge­bildete Lehrkräfte in die Arbeit­slosigkeit geschickt – ein Zus­tand, den wir als PhV BW seit Jahren scharf kri­tisieren. Dass diese langjährige min­is­terielle Baustelle nun endlich geschlossen wer­den soll, freut uns außeror­dentlich,“ so Mar­ti­na Scher­er, Lan­desvor­sitzende des PhV BW.

Bis­lang endete der Vor­bere­itungs­di­enst zum kalen­darischen Schul­jahre­sende am 31. Juli, was für viele Absol­ven­ten den Gang zur Agen­tur für Arbeit oder die Beantra­gung von Bürg­ergeld bedeutete, bevor sie im Sep­tem­ber eingestellt wur­den. Das Vorhaben, das Ref­er­en­dari­at nun nach bay­erischem Vor­bild zu ver­längern, been­det diese Phase der Exis­ten­zangst und stärkt die Attrak­tiv­ität des Lehrerberufs im Land nach­haltig.

Der PhV BW sieht in der Ankündi­gung des Min­is­ters einen deut­lichen Kur­swech­sel im Ver­gle­ich zu früheren Amt­szeit­en und fordert eine rasche Umset­zung. „Wir erwarten, dass den klaren Worten des Kul­tus­min­is­ters nun eben­so rasche Tat­en der Lan­desregierung fol­gen“, betont Mar­ti­na Scher­er weit­er. „Die Sig­nale aus den Regierungs­frak­tio­nen und die Zusage von Finanzmin­is­ter Bayaz, die Finanzierung zu prüfen, stim­men uns opti­mistisch. Unsere ange­hen­den Lehrkräfte brauchen ver­lässliche Per­spek­tiv­en – und zwar ohne som­mer­liche Zwangspause.“

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An den Gym­nasien des Lan­des Baden-Würt­tem­berg wer­den knapp 300.000 Schü­lerin­nen und Schüler unter­richtet. Der Philolo­gen­ver­band Baden-Würt­tem­berg e.V. (PhV BW) ver­tritt mit über 9.000 im Ver­band organ­isierten Mit­gliedern die Inter­essen der Lehrerin­nen und Lehrer an den 462 öffentlichen und pri­vat­en Gym­nasien des Lan­des.

Im gym­nasialen Bere­ich hat der Philolo­gen­ver­band BW sowohl im Haupt­per­son­al­rat beim Kul­tus­min­is­teri­um als auch in allen vier Bezirksper­son­al­räten bei den Regierung­sprä­si­di­en die Mehrheit und set­zt sich dort für die Inter­essen der ca. 26.500 Lehrkräfte an den Gym­nasien des Lan­des ein.