Hitzefrei-Debatte: PhV BW fordert verlässliche Regeln und konsequenten Gesundheitsschutz an Schulen

24. Juni 2026

Pressemit­teilung des Philolo­gen­ver­bands Baden-Würt­tem­berg (PhV BW) zum The­ma „Hitze­frei an Schulen“

• Verbindlichkeit statt Dilem­ma: Der PhV BW unter­stützt den Vorstoß von Kul­tus­min­is­ter Jung für klarere, verbindlichere Hitze­frei-Regelun­gen, um Schulleitun­gen aus der per­ma­nen­ten Abwä­gungs­falle zu befreien.

• Reale Arbeits­be­din­gun­gen im Blick: Für den PhV BW ste­ht der ver­lässliche Gesund­heitss­chutz von Lehrkräften sowie Schü­lerin­nen und Schülern an erster Stelle.

• Sanierung­sof­fen­sive jet­zt: Kurzfristige Unter­richts­be­freiun­gen heilen keine baulichen Män­gel. Land und Kom­munen müssen eine echte Kli­ma-Sanierung­sof­fen­sive für die Schul­ge­bäude starten.

Steigende Tem­per­a­turen und immer mehr extreme Hitze­tage belas­ten den Schu­lall­t­ag in Baden-Würt­tem­berg mas­siv. In der aktuellen Diskus­sion um ein­heitlichere Richtlin­ien für „Hitze­frei“ stellt sich der Philolo­gen­ver­band Baden-Würt­tem­berg (PhV BW) hin­ter den Vorstoß von Kul­tus­min­is­ter Andreas Jung. Der Ver­band mah­nt auch an, den Gesund­heitss­chutz aller Beteiligten kon­se­quent in den Fokus zu rück­en.

Zurzeit befind­en sich die Schulen und ins­beson­dere die Schulleitun­gen in einem per­ma­nen­ten Dilem­ma: Ein­er­seits zwingt der Kli­mawan­del zu schnellem Han­deln bei Extremwet­ter, ander­er­seits wächst der Druck, Unter­richt­saus­fälle strikt zu min­imieren.
Die Lan­desvor­sitzende des PhV BW, Mar­ti­na Scher­er, stellt sich hier­bei schützend vor die Kol­legin­nen und Kol­le­gen in den Schulen: „Hier brauchen die Schulen klarere Regelun­gen, die den Schulleitun­gen bei der Entschei­dung über ‚Hitze­frei‘ helfen! Der Kul­tus­min­is­ter hat völ­lig recht, dass wir hier mehr Verbindlichkeit und Klarheit benöti­gen.“

Mar­ti­na Scher­er stellt klar: „Für uns als Ver­band gilt: Gesund­heitss­chutz ist nicht ver­han­del­bar! Wer von den Lehrkräften sowie den Schü­lerin­nen und Schülern Höch­stleis­tun­gen ver­langt, muss auch für erträgliche Arbeits­be­din­gun­gen sor­gen. Ver­lässliche Vor­gaben geben den Schulleitun­gen die nötige Sicher­heit, um im Sinne des Wohlbefind­ens aller Beteiligten vor Ort zu entschei­den.“

Langfristig, so betont der PhV BW, kön­nen flex­i­blere Hitze­frei-Regelun­gen ohne­hin nur die Akuthil­fe für ein tiefer­liegen­des, baulich­es Prob­lem sein. Der Ver­band fordert daher ein entschlossenes Umdenken bei der Schulin­fra­struk­tur. Unter­richts­be­freiung darf kein Dauerzu­s­tand wer­den. Nötig ist eine gemein­same, kraftvolle Investi­tion­sof­fen­sive von Land und Kom­munen, um Schul­ge­bäude durch wirk­same Beschat­tung, mod­erne Däm­mung und zeit­gemäße Küh­lung kli­mafest zu machen.

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An den Gym­nasien des Lan­des Baden-Würt­tem­berg wer­den knapp 300.000 Schü­lerin­nen und Schüler unter­richtet. Der Philolo­gen­ver­band Baden-Würt­tem­berg e.V. (PhV BW) ver­tritt mit über 9.000 im Ver­band organ­isierten Mit­gliedern die Inter­essen der Lehrerin­nen und Lehrer an den 462 öffentlichen und pri­vat­en Gym­nasien des Lan­des.

Im gym­nasialen Bere­ich hat der Philolo­gen­ver­band BW sowohl im Haupt­per­son­al­rat beim Kul­tus­min­is­teri­um als auch in allen vier Bezirksper­son­al­räten bei den Regierung­sprä­si­di­en die Mehrheit und set­zt sich dort für die Inter­essen der ca. 26.500 Lehrkräfte an den Gym­nasien des Lan­des ein.