Die Jungen Philologen fordern ein gleichbleibendes Einstellungskontingent an Gymnasien – Planungsfehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen

25. Februar 2019

Laut der Pressemitteilung des baden-württembergischen Kultusministeriums vom 20. Februar 2019 besteht anscheinend kein Bedarf für die Schaffung zusätzlicher Stellen an Gymnasien. Die Jungen Philologen warnen vor Kurzsichtigkeit, denn sonst wiederholt sich das Lehrermangeldebakel erneut. Schon jetzt sind Unterrichtsentfall und Überlastung der Lehrkräfte an der Tagesordnung. Dies bedeutet konkret, dass Lehrer aus dem Ruhestand wieder den Schuldienst antreten müssten, wie es an den Grundschulen schon der Fall ist. Kinder werden fachfremd, womöglich von unqualifiziertem Personal, unterrichtet.

Das Kultusministerium gesteht Planungsfehler bei der Einstellung von Lehrkräften ein. Dem können die Jungen Philologen nur zustimmen und fordern eine zukunftweisende Einstellungspolitik, die nicht nur notdürftig Engpässe überbrückt. Nur ein gleichbleibendes Einstellungskontingent, mit dem auch über den momentanen Bedarf hinaus eingestellt wird, stellt sicher, dass an unseren baden-württembergischen Gymnasien topausgebildete Lehrkräfte unterrichten.

Folgende Maßnahmen sind dafür notwendig:

• Verkleinerung der Klassen von 30 auf 28 oder weniger Schüler
• Verringerung der Unterrichtsverpflichtung von 25 auf 23 Deputatsstunden
• Rückgabe der Anrechnungsstunden für besondere Aufgaben
• 110 % Krankheitsreserve

Nur so kann die Qualität der Bildung in Baden-Württemberg nachhaltig gestaltet werden.

Stellen schaffen Zukunft!

Martina Scherer (Landesvorsitzende der Jungen Philologen)
und ihr Team der Jungen Philologen