Philologenverband übergibt Wunschzettel von Lehrerinnen und Lehrern an die Kultusministerin:

Lehrkräfte an Gymnasien wollen mehr Entlastungs- und Anrechnungsstunden, eine Deputatsreduzierung, kleinere Klassen und eine Rückkehr zu G9

 

Eine Vielzahl von Lehrkräften an Gymnasien hatte sich an einer Aktion des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW) unter dem Motto „Wünsch dir was von Eisenmann“ beteiligt. Der PhV-Vorsitzende Ralf Scholl übergab die gesammelten Wunschzettel am 23. Mai 2019 im Landtag im Beisein von Bildungspolitikern der Landtagsfraktionen an Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

„Ich freue mich sehr, dass so viele Kolleginnen und Kollegen ihre Anliegen, Wünsche, Sorgen und Forderungen an die Politik formuliert haben“, so Ralf Scholl. Die von den Lehrkräften vorgetragenen Wünsche zur Bildungs- und Berufspolitik sind für den Philologenverband keine Überraschung.

Am häufigsten genannt wurden:

• eine Entlastung für die ständig wachsenden Zusatzaufgaben,
• eine Reduzierung der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung,
• kleinere Klassen bzw. eine Reduzierung des Klassenteilers sowie
• eine Rückkehr zu G9.
Weitere Forderungen betrafen u.a.
• den Ausbau des Krankheitsvertretungspools,
• eine Rückkehr zur verbindlichen Grundschulempfehlung und
• den Abbau von Bürokratie.

„Die Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer haben somit Punkte angesprochen, für die wir uns schon lange gegenüber dem Kultusministerium und den Landtagsfraktionen einsetzen“, erklärt der PhV-Vorsitzende. Der Philologenverband werte die Rückmeldungen der Lehrkräfte als Bestätigung seiner bisherigen Arbeit und werde die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen auch künftig mit großem Nachdruck vertreten.

„Die Lehrkräfte wissen selbst am besten, welche Maßnahmen notwendig und hilfreich sind, um Unterrichtsqualität und Betreuung der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Daher wäre die Kultusministerin gut beraten, diese Äußerungen der Lehrerinnen und Lehrer ernst zu nehmen“, so Ralf Scholl abschließend.

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An den Gymnasien des Landes Baden-Württemberg werden über 300.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Der Philologenverband Baden-Württemberg e.V. (PhV BW) vertritt mit rund 9.000 im Verband organisierten Mitgliedern die Interessen der Lehrerinnen und Lehrer an den 462 öffentlichen und privaten Gymnasien des Landes.

Im gymnasialen Bereich verfügt der Philologenverband BW sowohl im Hauptpersonalrat beim Kultusministerium als auch in allen vier Bezirkspersonalräten bei den Regierungspräsidien über die Mehrheit, stellt die jeweiligen Vorsitzenden und setzt sich dort für die Interessen der ca. 30.000 Lehrkräfte an den Gymnasien des Landes ein.